Projekt Nigua
Übersetzung: Ralf Lerbs
Inhalt:
Grundlegende Projektintentionen
Einführung
Grundzüge des Projektes – Probleme und Lösungen
Finanzierung und Planungen
Warum die Dominikanische Republik, warum kanadische Beteiligung?
Ziel dieses Projektes ist, Menschen der besitz- und mittellosen Bevölkerungsschicht in einem Entwicklungsland die Werkzeuge und die Ausbildung zur Verfügung zu stellen, damit sie eine saubere, blühende, selbstbestimmte Mikrowirtschaft aufbauen und aufrechterhalten können, und gleichzeitig eine sichere und förderliche Umgebung für ihre Kinder zu schaffen, damit diese frei von Sexualausbeutung und Rauschgifthandel aufwachsen und sich entwickeln können mit der Perspektive, zukünftig am Wirtschaftsprozess teilhaben zu können.
Einführung
Das Dilemma der sich entwickelnden Welt ist, wie man die wachsende Lücke zwischen den Reichen und den Armen überbrückt. Gefangen in einem Netz aus Unwissenheit, Unerfahrenheit, Bestechung und einem unwirksamen, wenn nicht gar völlig abwesenden Rechtssystem, sind die Armen eigentlich verurteilt, Niedriglohnarbeiter ohne echte Veränderungsperspektive zu bleiben. Einzige Hoffnung scheint in der ständig steigenden Versuchung zu liegen, sein Leben mit Rauschgifthandel und/oder Prostitution zu “verbessern“ oder damit gar den grundlegenden Familienunterhalt überhaupt erst zu ermöglichen. Kinderprostitution und der Einsatz von Kindern als "Muli" im Rauschgifttransport und -verkauf nehmen in vielen, wenn nicht den meisten Entwicklungsländern zu. Diese verwundbarsten Mitglieder unserer Gesellschaft sind den Gefahren der Rauschmittel, der Gewalt und der Ausbreitung von AIDS in besonderem Maße ausgesetzt.
Während die westliche Welt versucht, Kinderprostitution und Drogenabhängigkeit mit immer strengeren Gesetzen, schärferen Kontrollen und intensiveren Ermittlungen einzudämmen, ignoriert sie durchweg die einfachste, wirkliche Lösung zu diesem Problem. Kinderprostitution war und ist immer ein bedeutendes Problem des einfachen Überlebens für die von existentieller Armut Betroffenen.
Eine Studie der Vereinten Nationen in Columbia kam zu dem Schluss, dass das durchschnittliche Kind in der Sexindustrie mit der "Arbeit" eines einzigen Monats ein Einkommen erzielt, das den Einkünften eines mittleren Regierungsangestellten in sechs (!) Monaten entspricht. Der Mindestlohn in den meisten Entwicklungsländern ist aber nicht einmal genug, um auch nur auf dem niedrigsten Stand der Bedürfniserfüllung zu leben. In solchen Ländern bedeutet Mindestlohn, dass man gerade genug hat, um nicht zu sterben, s o w e i t alle Lebenssituationen glücken – also keine Krankheiten, Unfälle, etc. vorkommen.
Für jemanden in der Situation, verzweifelt sein bzw. ihr tägliches Überleben sichern zu müssen, überschreitet solch ein Einkommens-Vorsprung jeglichen gesunden Menschenverstand, und jede Hoffnung auf eine nachdenkliche Einschätzung der Gefahren solch eines "Berufs" wird in einem “Fluss des leichten Geldes“ schnell ertränkt. Dasselbe gilt für das Rauschgift-Geschäft und die anderen ungesetzlichen Jobs.
Außer dem Riskio von Verletzungen und Geschlechtskrankheiten gibt's es für viele dieser Kinder die große Gefahr des “Schnüffelns“: sie wenden sich dem Inhalieren von Leim wegen der halluzinogenen Wirkung zu, um einen vollen Tag "arbeiten" und ihre Tätigkeit aushalten zu können. Die meisten, die sich dieser Gewohnheit zuwenden, werden oft nicht viel älter als 16; sie sterben an den Folgewirkungen des fortgesetzten Einatmens der schädlichen, giftigen Chemikalien im Leim.
Es braucht ein starkes moralisches Fundament für Kinder dieser verarmten Bevölkerungsschichten, um der Versuchung zu widerstehen, auf diese Weise ihr Leben am unteren Existenzminimum aufzubessern, stattdessen ehrlich zu bleiben und eben nicht auf das schnelle Geld aus zu sein.
Sogar mit solch einem guten Fundament jedoch kann ein einfacher Anlass wie z.B. ein Unfall oder die plötzliche Krankheit eines Familienmitgliedes, die Extrageld für Medikamente erfordert, der Auslöser sein, um “über den Zaun zu springen". Wie leicht, und durchaus auch häufiger, kann so etwas vorkommen!
Das Problem in Entwicklungsländern besteht darin, dass die Zahl der Kinder, die sich mit Prostitution und Rauschgiftgeschäften abgeben, viel höher ist als in entwickelten Nationen und in erster Linie aus Kindern bestehen, die nie einen Gedanken an diesen Lebensweg verschwenden würden, wenn sie irgendeine andere Wahl hätten. Das durchschnittliche kanadische Kind wird sich wahrscheinlich Rauschgiften und Prostitution - selbst unter den schlechtesten Umständen - nicht zuwenden, weil sich kanadische Kinder auf ein anständiges Sozialfürsorge-System und Einrichtungen verlassen können, die sie zu einem gewissen Grad im Erreichen mindestens der grundlegenden Notwendigkeiten unterstützen. Die Kinder in Entwicklungsländern haben diesen Luxus nicht.
Wenn wir diese Kinder mit wirklich greifbarer Hoffnung und Lösungen zu ihren Problemen versorgen, dann wird der Köder des schnellen Geldes mit Rauschgift und Prostitution nur noch für denjenigen attraktiv sein, die bereits unter kriminellem Einfluss stehen, wie es in allen Ländern unabhängig von den wirtschaftlichen Bedingungen zu finden ist. Wenn wir dies nicht tun, werden Antikinderprostitutionsgesetze oder Antirauschgiftgesetze auch nicht eine einzige Veränderung bringen. Wir können nicht die Nachfrage nach Rauschgiften oder Kinderprostituierten austrocknen, aber wir können das Bedürfnis dieser betroffenen Kinder austrocknen, diese Dinge als ihre einzige Hoffnung auf das Überleben zu sehen.
Wenn wir uns wirklich um Kinder sorgen, wenn wir es ernst meinen mit unseren Absichten, den Fluch der Kindersexualausbeutung und der Drogenabhängigkeit zu beenden, dann sind Projekte wie dieser die einzige Weise, ihnen einen Ausweg anzubieten.
Vielen Menschen mag es unangenehm sein, dass in der Diskussion dieses Projektes gerade hier in der Einführung solche Themen auftauchen. Jedoch sehen wir es anders und würden gern auf die Tatsache hinweisen, dass eine französischsprachige Montrealer Tageszeitung in einem Artikel im Winter 2005/06 berichtete, dass die Dominikanische Republik begonnen hat auf dem Radar des RCMP (Royal Canadian Mounted Police) als ein Hauptziel im Kindersextourismus zu erscheinen. Obwohl AIDS noch keine echte Bedrohung für die Dominikanische Republik ist wie etwa in Haiti, braucht es nicht viel um einzusehen, dass Kinderprostitution dem STOP der Ausbreitung des AIDS nicht förderlich ist.
Manche springen eifrig auf den Zug im Kampf gegen den Kindersexualmissbrauch, haben aber den falschen Eindruck, diese Kinder seien die Opfer einiger weniger Perverser. Sie glauben, dass diese Kinder verführt oder gekidnappt oder zu dieser "Arbeit" gezwungen werden. Bedauerlicherweise könnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein. Allein die wirtschaftlichen Lebensbedingungen dieser Kinder sind Wurzel und Ursache ihrer Tätigkeiten und „Jobs“. Wenn man kanadische Kinderprostituierte findet, gehört er oder sie wahrscheinlich zu dem relativ kleinen Prozentsatz an Ausreißern oder Rauschgiftabhängigen, oder entstammt dem relativ kleinen Prozentsatz an häuslichen Verhältnissen, die durch geistige und psychische Unordnungen, Substanz-Missbrauch oder andere dysfunktionale Familien- oder Beziehungsmuster geprägt sind. Die Kinderprostituierten in der Dominikanischen Republik und anderen Entwicklungsnationen sind leider in der Mehrheit Kinder aus Armenvierteln, die sich mit diesen Tätigkeiten für das einfache wirtschafte Überleben beschäftigen. Es sollte relativ offensichtlich sein, dass im Kindersexualhandel die Mehrheit der Betroffenen zu denen gehört, die "undokumentiert" sind (d.h. aus Kostengründen keine Geburts- und Personalpapiere besitzen) und somit wenige bis keine anderen Alternativen haben.
Der einzige Weg zur Beendigung dieses Zustandes ist, diesen Kindern einen Weg aus der Armut zu eröffnen. Ein trauriger Aspekt am Kinderprostitutionsproblem ist, dass diese Kinder in solcher "Arbeit" nicht gezwungen werden; sie werden stattdessen von Eltern oder Gleichaltrigen "ermutigt" oder entscheiden sich selbst dazu, einfach aus purer Armut. Die polizeiliche Verfolgung der Pädophilen ist nicht die Antwort. Wir müssen daran arbeiten, die Versorgung des Marktes mit immer neuen Armutsprostituierten zu verhindern. Wenn der Sumpf des Angebotes sich prostituierender Kinder ausgetrocknet wird, können die Nachfrager viel besser überwacht und kontrolliert werden.
In den Entwicklungsländern gilt die Vorstellung einer langdauernden Kindheit nicht auf die Weise wie in den G-8-Ländern. Weil Kinder als Arbeitskräfte innerhalb des Haushalts und als Einkommensversorger in späterem Alter gesehen werden, schauen Leute in Entwicklungsnationen allgemein auf Kinder nicht in Bezug auf das gesetzliche Alter, sondern eher in Bezug auf die physische Entwicklung und Reife. So könnte ein 9-Jähriger nützlich sein, um bei den lästigen Haushaltsarbeiten zu helfen, während ein 12-Jähriger als im Stande gesehen wird, am Arbeitsmarkt teilzunehmen. Der "Marktwert" dieses 12-jährigen Jungen wird an seiner Muskelkraft gemessen, während ein Mädchen in demselben Alter einen “Wert“ als eine Ersatz-Haushälterin, Babysitter und Koch haben würde. Für diese Leute gilt die Frist "Kind" unter dem Alter von etwa 12 bzw. mit beschränkter physischer Kraft. Ein "Kind" ist dann jemand, der noch behütet und versorgt werden muss und deshalb keinen unmittelbaren, direkten Nutzen für die Familie erbringt.
Für die mittellosesten Familien kann sich der Wert eines Kindes drastisch erhöhen, wenn es in der Kinderprostitution tätig oder ein "Maulesel" im Rauschgift-Handel ist. Ein Geschäftspartner eines der Gründer dieses Projektes stellte einmal mit jämmerlichem Sarkasmus fest, dass er die Wirtschaftsleistung der Dominikanischen Republik mittels des durchschnittlichen Alters der Kinderprostituierten einschätzt, die in den Straßen zu sehen sind. Auf seiner Skala ist die Wirtschaftsleistung "gesund", wenn das durchschnittliche Alter der sichtbaren Kinderprostituierten ungefähr 12 Jahre ist. Es ist eine "schlechte" Wirtschaft, wenn das durchschnittliche Alter auf 10 Jahre fällt. Seinerzeit (2003) gab mein Partner die Erklärung ab, er schätzte die Wirtschaft als "desolat" ein, weil er Kinder im Alter von nur 9 Jahren im "Handel" beobachtet hatte.
Leider nutzen viele dieser Kinderprostituierten Leim zum Schnüffeln, um ihre „Arbeit“ auszuhalten, daher kommen die viel zu vielen Todesfälle von Leuten im Alter zwischen 16 und 24, die Ursachen stehen im Zusammenhang mit dem Einatmen von Benzin- und Toluol-Bestandteilen im Industrieleim.
Kinderprostitution ist immer ein letzter Ausweg der Beschäftigung für wirklich Besitz- und Mittellose gewesen. Ganz gleich, wie überwacht dieses Problem in Kanada oder dem Rest der Welt ist, und egal was für Antikindersexualgesetze wir auch immer haben, sie werden die Wirklichkeit dieses Problems nicht ändern. Es sei denn, dass jedes fremde Land jeden Touristen durch einen Polizisten zu jeder Zeit eskortieren ließe – gegen auswärts begangene Kinderprostitutionsverbrechen wird kein Gesetzt irgendwelche Zähne zeigen.
Wer beabsichtigt, sich um die Kinder aufrichtig zu sorgen und Kindersexualmissbrauch zu bekämpfen, braucht nicht noch weiter zu schauen: die volle Unterstützung dieses Projektes eröffnet die Chance, eine echte und anhaltende Wirkung zu erzielen.
1.3.
Folgerungen für das Projekt
Während die Medien uns
glauben machen wollen, dass es dunkle, heimliche Zirkel von Leuten
gibt, die die Strippen ziehen und Ketten von geheimen Bordellen in
der Kindersexindustrie bedienen, ist die Wirklichkeit weit
entfernt davon. Die echten Gründe für die Existenz dieses
"Handels" sind in den Händen der Macher unserer
Außenpolitik, unserer Wirtschaftshilfe-Entscheidungen
sowie unserer Missdeutung der täglichen Wirklichkeit dieser
Leute.
Beachten Sie bitte, dass unsere profunden Kenntnisse bezüglich dieses Problems darauf beruhen, dass einige der an diesem Projekt beteiligten Kernfamilien mehreren Kindern privat geholfen haben, diese "Arbeit" zu verlassen. Diese Kinder haben uns nach und nach mit einer ausführlichen Darstellung der Wirklichkeit des Problems versorgt. Unsere Überlegungen zu diesem Thema werden nicht darauf zugeschnitten, hohe Einschaltquoten für einen Fernsehdokumentarfilm zu erhalten, sondern es sind die einfachen, simplen Tatsachen, die wir selbst gesehen haben.
Die Grundideen hinter dem Projekt wurden nicht in den klimatisierten Sitzungssälen der Großindustrie konzipiert. Einige der verzweifelter Kinder, für die das Projekt gemacht ist, haben sie konzipiert in den Armenvierteln des Barrio (Dorf) Nigua.
Leitlinie des Projekts ist der uralte Ausspruch, wie man einen Mann angeln lehrt. Unsere Entsprechung soll ein Bildungssystem aufbauen und nutzen, das auf einem richtigen Lehre-Programm beruht: 2/3 akademische und 1/3 praktische Ausbildung.
Die Finanzierung für die Fortsetzung des Projektes wird auf seinen eigenen Wirtschaftsbemühungen beruhen, hauptsächlich auf der Wiederverwertung, R&D (Research and Development, Forschung und Entwicklung), und der Anwendung umweltmäßig und wirtschaftlich tragfähiger Lösungen alltäglicher Probleme. Eine einmalige Investition wird dieses Projekt in Bewegung setzen und es in eine selbstunterstützende, wachsende Entität verwandeln. Schließlich wird es uns mit gut ausgebildeten und erzogenen Unterstützern versorgen. Es wird ein schlüsselfertiges Modell sein, das in Länder mit ähnlichen Problemen und Bedingungen übertragen werden kann, so wird es eine Lebensweise und ein Weg für die bisher wenig Hoffnungsvollen.
Herkömmliche Wirtschaftsmodelle scheinen leider nicht die Umgebung als einen Teil der Gleichung einzubeziehen, so ist es offensichtlich, dass viele Versuche der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung, wie sie vielerorts anzutreffen sind, scheitern werden.
Wenn wir über Schulen und Ausbildung sprechen, stellt man sich zunächst größere Geldbeträge vor, die ohne unmittelbaren Rückfluss ausgegeben werden. Jedoch ist im Nigua-Projektentwurf eine reelle Lösung zu diesen Problemen beschrieben (siehe unten). Es beruht auf umweltgerechten und durchführbaren Grundsätzen und ist ein völlig selbststützender Versuch. Die durch unser Projekt zur Verfügung gestellten Lösungen werden sowohl die Notwendigkeit als auch den Reiz für diese Kinder abschaffen , einen Weg aus ihrer jetzigen Situation in den Fallen ungesetzlicher und gefährlicher Tätigkeiten zu suchen.
Wir können die Zahlen und Prognosen auf jede Weise jonglieren soviel wir wollen, und wir werden immer noch lautstarke Opposition finden. Jedoch, wenn wir dieses Projekt durchschauen, werden die Stimmen der Opposition zum Schweigen gebracht. Wir werden unsere Träume nicht mehr einfach nur erklären; sondern sichtbaren und greifbaren Beweis führen, dass unsere Ideen funktionieren. Durch dieses Arbeitsbeispiel können wir diese Kinder richtig erziehen und ausbilden, sie aufwachsen und gedeihen lassen, dass sie produktive erwachsene Bürger sowohl ihres Landes als auch der Welt werden.
2. Grundzüge des Projektes Nigua
Die Grundideen des Projektes Nigua wurden im Juli 2001 geboren und haben sich zu einem vollständigen Vorschlag für einen umweltverträglichen und wirtschaftlich unabhängigen, sozialen Entwicklungsplan für die Dominikanische Republik entwickelt.
Das Projekt wurde nach einem kleinen Dorf in der Nähe von Santo Domingo benannt. Dieses Dorf wurde als unser Startpunkt aus dem einfachen Grund gewählt, dass das persönliche Kapital über US-$ 50,000 sowie persönliches Engagement über eine Zeitraum von mehr als fünf Jahren bereits von den Projektinitiatoren dort investiert wurden.
Der Großteil dieses Kapitals wurde verwendet für Reisekosten, Dolmetscher sowie andere verschiedene Kosten von mehreren Reisen im Land, um Informationen über allgemeine landesspezifische Probleme zu sammeln, die speziellen Probleme vor Ort zu bestimmen, das Ausbildungsniveau der Einheimischen festzustellen, und um die genaueren Möglichkeiten und Bedingungen für ein dauerhaft lebensfähiges Recyclingprogramm zu erfassen.
Ein Teil des Kapitals wurde auch zur Unterstützung von mit dem Projekt diirekt verbundenen dominikanischen Familien verwendet. Die Lösungen, die wir infolge dieser Reisen und des Sammelns der Informationen (hier) präsentieren, sind einzigartig. Unsere Hauptabsicht ist, den Kindern und ihren Familien zu ermöglichen, ein annehmbares Einkommen zu erzielen, indem sie eine Qualitätsausbildung sowohl allgemeiner als auch technisch-fachlicher Art durchlaufen. Das komplette Projekt beruht auf dem Schaffen einer unterstützenden Umgebung. Sie ist frei von speziellen Interessen der Religion, Politik oder irgendwelcher anderen vorherrschenden Faktoren, sie ist an den Familien und deren Lebensumständen orientiert.
Das beinhaltet auch eine stark “grün“-freundliche Annäherung. Wenn wir "grün" sagen, meinen wir n i c h t , dass etwas der Ideologie Grüner Parteien unterworfen ist, sondern dem allgemeineren Verständnis von "grün" im Sinne von Schaffen und Investieren in umweltgerechte Methoden zur zukunfts-zugewandten Lösung gegenwärtiger Probleme.
Wenn eine Entwicklungsnation gar nicht erst allzu abhängig von fossilen Brennstoffen wird, gibt es weniger Bedarf für spätere Schadenskontrolle und -behebung, Wirtschaft und Umwelt müssen nicht erst mühsam wieder aufgebaut, repariert und saniert werden. Entwicklungsnationen sind gewöhnlich bei weitem nicht auf dem Niveau des Energieverbrauchs der G-8-Nationen, und wenn wir Lösungen zur Verfügung stellen können, die die sich entwickelnden Wirtschaften gar nicht erst an diesen Punkt bringen, werden wir viele der Probleme vermeiden, die wir in den heute schon hochentwickelten Ländern sehen.
Probleme und Lösungen
Wir müssen zuerst einige Hauptprobleme verstehen, die jedem sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungsprojekt (in einem nicht-G-8-Land) entgegenstehen. Der kostspieligste Fehler, den die meisten Gesellschaften oder Organisationen machen, ist anzunehmen, dass sie ein Arbeitsmodell im Stile einer G-8-Lösung einfach in eine Entwicklungsnation verpflanzen können. Das hat nie funktioniert und wird nie funktionieren. Um erfolgreich zu sein, müssen wir mit den Werkzeugen arbeiten, die innerhalb der Struktur, den Bedingungen und der Kultur der Nation, in der wir vorhaben zu arbeiten, verfügbar sind,. Die Werkzeuge, von denen wir sprechen, sind die von den Menschen, denen wir helfen wollen, verwendeten Methoden, Gewohnheiten und Verfahren. Die Leute werden beginnen, sich selbst zu helfen, sobald sie die jeweiligen Standards gelernt haben, die wir wünschen und als notwendig erkannt haben.
Im Folgenden werden einige der allgemeinen Probleme dargestellt, einem Lösungsversuch im G-8-Stile wird jeweils unsere Lösung gegenübergestellt.
In entwickelten Nationen ist Ausbildung ein relativ hochwertiges, standardisiertes Produkt, das die Wirtschaft mit Fachleuten aller Disziplinen versorgt. Leider ist die Ausbildung in Entwicklungsnationen eher wie eine Montageband-Einrichtung, die die grundlegendsten Fertigkeiten des Lesens, Schreibens und der einfachen Mathematik unterrichtet und Bürger ausspuckt, die für einfache Arbeit kaum qualifiziert werden. Da wir über die Dominikanische Republik sprechen, werden wir die Situation in diesem Land als ein Beispiel verwenden, aber man muss bedenken, dass auf viele Weisen die hiesige Situation in anderen Nationen mit ähnlichem Entwicklungsniveau wiedergespiegelt wird.
Wegen zeitlicher, räumlicher und finanzieller Einschränkungen verlangt die dominikanische Regierung nur vier Unterrichtsstunden pro Tag pro Kind. Die Zahl von Schülern, die das System durchlaufen müssen, ist so hoch, dass sie zu einer von drei vierstündigen "Schichten" (morgens, nachmittags und abends) in die Schule gehen.
Die Ausbildung in der Dominikanischen Republik ist bis Klassenstufe 12 frei, aber nur bis Klasse 6 (Alter 12) obligatorisch. "Frei" bedeutet, dass keine Schulgebühren anfallen. Aber es gibt noch Ausgaben, die von den Familien der Schüler getragen werden müssen. Nach dem Kauf der erforderlichen Schuluniformen, der Bücher und des anderen Schulbedarfs kostet die Ausbildung eines Kindes eine Familie die Entsprechung eines Monats-Mindestlohnes pro Jahr. Mit durchschnittlich vier Kindern pro Familie sind das vier Monatslöhne, um jedes Jahr die Kinder auf gerade den grundlegendsten Niveaus beschulen zu lassen - ein sehr naheliegender Grund, sie nach Klasse 6 wieder aus der Schule zu nehmen. Das ist der Hauptgrund, warum so viele dominikanische Kinder die Schule nach dem obligatorischen 6. Jahr verlassen. Das Bedürfnis einer mittellosen Familie, alle nur irgendwie erwerbsfähigen Mitglieder mit ihren Möglichkeiten zum Unterhalt beitragen zu lassen, ist eine schlichte Überlebensnotwendigkeit.
Außerdem sind die Ausbildungsstandards nach 12 Schuljahren so gering, dass das Zahlen des Extraaufwandes, um das Kind bis Klasse 12 in der Schule zu lassen, fast eine nutzlose Verschwendung des Geldes ist. Kein armer Elternteil kann sich leisten, ein Kind bis zum 18. Lebensjahr, dem Alter legaler Arbeitsaufnahme, in der Schule zu lassen, und es ist letztlich die Abwesenheit von marktfähigen Sachkenntnissen, die diese jungen Dominikaner in einem endlosen Zyklus der Armut hält.
Viele Kinder sind auch "undokumentiert", d.h. dass die Person keine eingetragene Geburtsurkunde hat. Arme Mütter geben häufig die einigen hundert Peso - über CAD$10-20 - nicht aus, um eine “ordnungsgemäße“ Geburtsurkunde für ihre Kinder ausstellen zu lassen. Ohne dieses Dokument kann ein Kind nicht die Schule besuchen, kann als Erwachsener keine richtigen Identifikationspapiere erhalten, und ist deshalb nicht nur vom demokratischen Prozess der Abstimmung (Wahlen) ausgeschlossen, sondern oft auch außer Stande, eine gesetzliche, produktive Arbeit zu finden. Ungefähr 2 Millionen Dominikaner sind undokumentiert, d.h. dass 1 von 5 Menschen im Land keine gesetzliche Identität hat.
Früheres und gegenwärtiges Regierungshandeln im Bildungsbereich der Dominikanischen Republik hat gezeigt, dass es äußerst unwahrscheinlich ist, dass die Regierung zusätzliche Gelder für die Ausbildung ausgeben wird. Beachten Sie bitte den folgenden UNDP-Bericht über den Status des dominikanischen Ausbildungssystems:
Ein anderes Problem besteht darin, dass das öffentliche Ausbildungssystem, das zur Zeit den Armen in der Dominikanischen Republik "dient", nur unzureichend ist. Die meisten Lehrer sind selbst schlecht fachlich und persönlich ausgebildet und deshalb außer Stande, Schüler mit den notwendigen (Sach-)kenntnissen und Fertigkeiten zu versorgen, die ihnen ermöglichen würden, den Zyklus der Armut zu durchbrechen. Auf diesem Hintergrund ist mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten, dass, selbst wenn zusätzliche Regierungsausgaben in die Schulfinanzierung zur Verfügung gestellt würden, sich die Notlage dieser jungen Leute nicht ändern würde. Wegen dieser Probleme ist es schon eine enorme Aufgabe, ein auch nur geringfügig höheres Ausbildungsniveau unter den Armen zu erreichen.
Es gibt einige kleine Lichtpunkte in diesem ziemlich düsteren Szenario. Mehrere Kinder, die wir privat unterstützten, haben es geschafft, bis zur Graduierung in der High School zu bleiben, aber das war nur möglich, weil die Gründer persönlich ihre Familien finanziell und emotional unterstützten, und die Familien bereits eine starke Grundlage an ethischen Werten besaßen, die die Bereitwilligkeit einschlossen, für das Fortkommen ihrer Kinder große Opfer zu erbringen anstatt den leichten -üblichen- Weg zu nehmen.
Unsere Lösung:
Der einzige Weg, den Teufelskreis aus Unwissenheit und Armut zu durchbrechen, ist über unser vorgeschlagenes System, es gibt einfach keine andere Alternative. Das Projekt wird sich auf die Erziehung und Ausbildung junger Leute im Alter zwischen 12 und 18 konzentrieren. Wie wir bereits deutlich gemacht haben, wird diese Altersgruppe äußerst marginalisiert und gefährdet. Wir sehen uns absolut verpflichtet, diese und viele andere Kinder mit besseren Lern-, Übungs- und Ausbildungsgelegenheiten zu versorgen. Der einzige Weg, wie wir dies erreichen können, ist ein unabhängiges, akkreditiertes, aber nichtstaatliches System, das uns eine Lehrplattform für alle arbeitsrelevanten Sach- und Grundlagenkenntnisse verschafft. Es entsteht so unserer eigener Betrieb zu Ausbildungszwecken, nach dem Motto “learning by doing“, ansatzweise vergleichbar mit dem deutschen Modell einer “Übungsfirma“.
Das bedeutet nicht, dass wir verlangen würden, dass unsere Schüler/Studenten nach ihrer Graduierung für uns arbeiten. Es bedeutet vielmehr, dass wir qualifiziert ausgebildete Facharbeiter heranziehen, die dementsprechend eine gewinnbringende, qualifizierte Beschäftigung in jeder Industrie finden können, die eben diese Sachkenntnisse und Fähigkeiten benötigt.
Da die Kinder in der (staatlichen) Schule nur vier Stunden am Tag sind und im allgemein die restliche Zeit auf der Straße verbringen, dabei mitunter im besseren Falle Jobs wie etwa Schuhputzen ausführen, werden wir diese Zeit nutzen, um stattdessen drei oder zwei Extrastunden anzubieten. Diese ergänzen und bauen umfassender und qualitativ hochwertig auf dem auf, was sie bereits können und gelernt haben. Die jüngeren Mitglieder der Gemeinschaft werden mit Bildungsmentoren arbeiten, um auszubauen, was sie bereits während ihres Tages in der “normalen“der Schule lernen, und ältere Teilnehmer erhalten eine Lehrlings-artige Ausbildung, in der sie am Arbeitsmarkt nachgefragte hochwertige Sachkenntnisse und Fähigkeiten erwerben.
Wir haben festgestellt, dass, egal unter welch schrecklichen Bedingungen die Leute in dieser Gesellschaft sich befinden, es immer einige gibt, die wir die "Elite" nennen: Menschen die einen fast unbeugbaren Willen haben, sich aus dem Armut-Zyklus um jeden Preis zu befreien, während von anderen in denselben Verhältnissen solche Anstrengungen als "zu viel Arbeit" betrachtet werden und der leichte Weg verfolgt wird. Wir haben vor, uns auf diese "Elite" unter den Armen zu konzentrieren. In unseren Beobachtungen haben wir begriffen, dass dort, wo es "Eliten" unter den Kindern gibt, wir ähnliche "Eliten" als Eltern in ihren Haushalten finden werden. So ist es wahrscheinlich, dass am Anfang unseres Projektes komplette Familien mitarbeiten werden.
Diese Leute und Familien treten innerhalb ihrer Gemeinschaft unter Ihresgleichen hervor. Sie halten inoffizielle Positionen von Beratern und Meiningsbildnern. Sie sind für unsere Anstrengungen entscheidend, die "auf-dem-Zaun-Sitzenden" zu locken sich anzustrengen und unsere Optionen aufzunehmen. Ein hoher Prozentsatz von Rauschgift-Mauleseln und Kinderprostituierten ist in den Reihen dieser "Zaun-Sitzenden" zu finden, und wenn sie eine richtige Chance erkennen und die notwendige Unterstützung erhalten, werden sie ihre gegenwärtigen Tätigkeiten für eine neue Chance am Leben froh aufgeben.
Konkret sind diese Familien die Ecksteine zu unserem Erfolg. Trotz ihrer Armut sind sie aus der großen Masse durch ihren Mut und ihre Hingabe hervorgetreten. Sie sind auch die moralischen Führer und Motivatoren in ihrer Gemeinschaft. Wenn auch die anderen Kinder in ihrer Gemeinschaft die Grundlage noch nicht haben, um ihre Ausbildung fortzusetzen, werden sie doch tatsächlich herausgefordert durch den Erfolg derjenigen, denen wir im Stande sind zu helfen, ihre Bildungsziele zu erreichen. Diese Kerngruppe von Kindern, für die das Projekt einen unmittelbaren und direkten Vorteil haben wird, sind außergewöhnlich helle Kinder, und wir haben keinen Grund an ihrem Erfolg zweifeln, wenn wir unser Projekt durchführen, wie es -auch unter Anlehnung an das europäische Bildungssystem- auf unserer Website http://projectnigua.org/edu2.html detailierter beschrieben ist.
Unsere Schüler werden jedoch nicht nur einen “Handel“ eingehen. Das europäische System zahlt seinen Auszubildenden im Betrieb wirkliche Löhne, auch wenn diese eher eine Form der Anerkennung sind. Wir werden dasselbe machen, aber sogar die kleinen Anerkennungsbeträge, die wir geben, werden einen riesigen Unterschied für die Familien unserer Studenten und Lehrlinge machen. Sie werden für ihre Anstrengungen bezahlt und erleben die Werte der Fairness, Rechtmäßigkeit und Chancengleichheit, die wir in der modernen kanadischen Gesellschaft schätzen.
2.2. Kinderarbeit-Schutzgesetze
"Die Straße zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert" könnte kaum zutreffender sein als in der Dominikanischen Republik. Ein großer Prozentsatz des BSP der Nation wird in "Zonas Francas" (Z.F., steuerfreie Produktionszonen) ähnlich dem System in Mexiko, erwirtschaftet. Das Z.F.-System erlaubt ausländischen Gesellschaften, die in der Dominikanischen Republik preiswerter verfügbare Arbeit zu nutzen, um Produkte für ihre Heimatmärkte herzustellen, ohne einen Großteil der Steuern und den Lagerungsbedarf bezahlen zu müssen. Dabei werden Produkte für den Export hergestellt. Die Beschäftigung in den zollfreien Bereichen ist begehrt, weil die dort tätigen multinationalen Gesellschaften eine Bezahlung über den Mindestlohngehältern sowie bezahlte Urlaubszeit, bezahlten Mutterschaftsurlaub und Krankenversicherung bieten. Diese Gesellschaften sind jedoch an die Kinderarbeit-Schutzgesetze in ihren Heimatländern gebunden, zumindest aber an die in der Welthandelsorganisation (WTO) festgelegten Bestimmungen. Sie müssen auch sehr streng dem lokalem Arbeitsrecht bezüglich Einstellungen und Entlassungen folgen. So gut wie alle haben eine unverletzliche "keiner unter 18"-Arbeitsklausel als ein Teil ihrer Z.F.- Bestimmungen, und das ist genau der Kernpunkt des Problems.
Während diese Gesetze dafür entworfen wurden, Kinder vor Ausnutzung und Ausbeutung zu schützen, verwehren sie den 12-18 Jahre alten Jugendlichen genau jene Beschäftigung in “echten“ Jobs, die helfen könnte, sie aus der Armut herauszuholen. Leider gibt es sehr wenige andere für sie verfügbare Jobs, so sind diese jungen Leute dazu verurteilt, Schuhe zu putzen, Tätigkeiten für lokale Arbeitgeber "unter dem Tisch" ohne Schutz des Gesetzes zu verrichten, oder schlimmer noch - und leider weit verbreitet – sie haben keine Wahl als sich dem Geschäft des Drogenhandels oder der Prostitution zuzuwenden, um überhaupt ein Einkommen zu erzielen.
Unsere Lösung:
Projekt Nigua wurde speziell darauf ausgerichtet, diesen jungen Leuten zu helfen. Wir können nicht genug betonen, dass ein Ignorieren dieser demografischen Ausrichtung das komplette Projekt nutzlos werden ließe.
Die hauptsächliche Ausrichtung der Arbeitstätigkeit unseres Projektes liegt im Recycling. Somit kann die Zeit für das bisher unter den Kindern übliche müßige "Herumlungern in der Stadt" genutzt werden, um zusätzliche zwei Stunden der Ausbildung mit uns zu absolvieren und daran anschließend wiederverwertbare Materialien zu sammeln. Diese Tätigkeit wäre sehr weitgehend dem ähnlich, was die jugendlichen (Mit-)Gründer dieses Projektes im entsprechenden Alter taten: sie gingen Zeitungen einsammeln, um sich durch den Altpapierverkauf ein Extrataschengeld zu verdienen. Die Kinder werden für ihre Sammlungsanstrengungen auf einer Mengenbasis bezahlt, die einem durchschnittlichen Monatsmindestlohnbetrag bei drei Stunden täglicher Arbeit entspricht. Dies ist speziell für die Altersgrupe der 12-14-jährigen gedacht sowie für diejenigen, denen wegen des Fehlens der richtigen Geburtsdokumente oder aus anderen Gründe der regelmäßige Schulbesuch verweigert wird.
Die 15-18-jährigen werden an unserem fortgeschrittenen Sachkenntnis- und Lehrlingsprogramm teilnehmen. Das Endergebnis wird ein 18-jähriger Absolvent sein, der in seinem Beruf hoch qualifiziert ist und einen angemessenen Lohn für seine Kenntnisse und Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt fordern kann. Die Beschäftigung dieser jungen Leute wird nicht mehr als drei Stunden pro Tag für die 12-14-jährigen, und nicht mehr als 20 Stunden pro Woche in der Altersgruppe von 15-18 betragen. Jedes Kind in unserer Obhut erhält eine Qualitätsausbildung mit einem Training-on-the-Job, das insbesondere die richtigen Sicherheitsvorkehrungen einschließt.
Ein kanadischer Sozialfürsorge-Empfänger, der einen sparsamen Lebensstil lebt und weder alkohol- noch drogenabhängig ist, kann sich einigermaßen gut mit dieser Unterstützung behelfen. Im Gegensatz dazu ist ein dominikanischer Mindestlohnverdiener zwar zu reich, um zu sterben, aber auch zu arm, um zu leben. Das durchschnittliche minimale Einkommen für ungefähr 60 % der Bevölkerung liegt um die RD$3,000 pro Monat (ungefähr CAD$100.00 – auch wenn der Wechselkurs natürlich täglich ein bisschen schwankt). Es ist jedoch im dominikanischen Arbeitsalltag üblich, nur etwa RD$100 pro 8-stündigen Tag als Mindestlohn zu bezahlen. Unglücklicherweise ist jeder, der weniger als etwa RD$6,000 monatlich verdient, in einer sehr unsicheren finanziellen Lage ohne jegliches Schutznetz. Die Preise für Waren und gehobenere Dienstleistungen sind eben nicht am Mindestlohn orientiert, sondern schon allein aufgrund hoher Importanteile, wohl auch durch Zahlungskraft des ausgeprägten Tourismus, eher in Richtung des Welt-Preisniveaus orientiert.
Dominikaner sind im allgemeinen keineswegs "geldhungrig". Sie neigen nicht dazu, 24/7 nur wegen des Erhalts mehr Geldes zu arbeiten. Ein angemessenes Einkommen und Sorgenfreiheit genügen den meisten, weil für sie Häuslichkeit und Familienleben an oberster Stelle stehen. Sie träumen nicht von einem Auto für jede Person und nicht von großen herrschaftlichen Häusern. Ihr Traum gilt einem fairen Einkommen, zuverlässiger Gesundheitsfürsorge, einer Zukunft für ihre Kinder, und einem fröhlichen Wochenende mit der Familie und den Freunden. Ihr Traum ist dass es aufhöre, jeden Penny umdrehen zu müssen, um zu entscheiden, ob sie einen bestimmten (notwendigen) Artikel sich überhaupt leisten können.
Unsere
Lösung:
Beruhend auf unseren Nachforschung gehen wir davon aus, dass der minimal ausreichende Lohn für eine vierköpfige Familie zwischen RD$6,000 und RD$8,000 liegt. Wir haben vor, unseren Angestellten einen Standardmindestlohn von RD$180 pro 8-stündigem Tag zu bezahlen. Das wird jedem Arbeiter ein Einkommen von RD$3,600 bei einem 20-tägigen Arbeitsmonat geben. Es ist unsere Erfahrung, dass Familienbeziehungen in der Dominikanischen Republik sehr stark sind, und wir gehen davon aus, dass wir mehrere Mitglieder jeder Familie in verschiedenen Bereichen und Zeitanteilen beschäftigen können, ob als Vollzeitfabrikraum-Arbeiter, Lehrlinge, oder junge Sammler. Deshalb wird eine vierköpfige Familie leicht im Stande sein, ein Monatseinkommen von etwa RD$10,000 pro Monat zu erzielen. Auf diesem Niveau ist eine Familie auf gutem Wege auf eigenen Füßen zu stehen und kann den Zyklus einer Existenz "von der Hand in den Mund" aufbrechen.
Als einen unter vielen Vorteilen werden wir unseren Angestellten einen Krankenversicherungsabschluss für sie und ihre Familien anbieten. Die in der Dominikanischen Republik verfügbaren Policen sind ziemlich gut, und ihr Risikoabdeckungsgrad sowie die Einschlussmöglichkeit mehrerer Großfamilien-Mitglieder, wie z.B. Großeltern, ist überraschend breit. Schon das für sich genommen wäre von enormer Wichtigkeit für die betroffenen Familien.
Ein "Konsumverein" für alle Angestellten, wo sie Nahrungsmittel und Dinge des täglichen Bedarfs aus Großmengenrabatt zu Einkaufspreisen erhalten können, wird auch zur Verfügung gestellt.
Dominikanische Banken verlangen momentan eine Gebühr für Konten mit einem Wert unter 5.000 Peso, und zahlen Guthabenzinsen nur auf Konten über 5.000 Peso, erst hier beginnt das Interesse der Banken. Angesichts dieses Systems sind Sparkonten für die Armen indiskutabel.
Einen Vorschlag haben wir von einem Mitglied der Nigua-Gemeinschaft aufgegriffen, er besteht darin, dass wir CAD$ 5 pro Monat pro Kind jedes Angestellten auf einem Konto in ausländischer Währung beiseite legen, auszahlbar sobald das Kind das Alter 18 erreicht. Diese kleinen Beträge, vereint in einen großen Fonds, der einen anständigen Zinssatz erbringt, werden einen wesentlichen Betrag für jedes Kind bei Erreichen der “Volljährigkeit“ ausmachen. Dieser Investitions-Fonds ist sicher weitere Überlegungen wert, noch ist nichts in Stein gemeißelt und weitere Diskussionen werden erbringen, wie die eingesetzten Beträge der Revision unterworfen werden und in jedem Falle sicher verwahrt sind.
Wir werden bestimmt auch sogenannte Mikrodarlehen anbieten, um Familien dazu zu ermuntern, Aspekte unseres Unternehmens als unabhängige Auftragnehmer zu übernehmen oder ein Geschäft ihrer eigenen Wahl aufzubauen. Dieser Teil unseres Programms allein wird bedeutende Verbesserung im Sinne einer Graswurzel-Bewegung gegen das Armutsniveau schaffen, wo auch immer wir unsere ersten Möglichkeiten dazu finden, und schließlich Dutzende von Kleinunternehmen im ganzen Land schaffen, so dass wir uns somit in andere Gebiete ausbreiten. Es wird auch ein Modell für andere sein, um so die Fundamente einer neuen Gesellschaft zu kopieren und zur Verfügung zu stellen, die auf der Hoffnung und einer Vision für die Zukunft beruht. Hoffnung erzeugt eine hellere Meinung, und die Versuchung des schnellen Geldes durch Rauschgifte und Kinderprostitution wird innerhalb einer sehr kurzen Zeit viel weniger einladend aussehen. Wenn wir das erreicht haben, werden Sexualraubfische nicht mehr im Stande sein, ihre Opfer in der Dominikanischen Republik zu finden.
Die Dominikanische Republik nutzt 75 % ihrer Ölimporte, um Elektrizität zu erzeugen, den größten Teil davon für Regierung, Krankenhäuser, Industrie und Tourismus. Bedauerlicherweise sind die ständigen Stromausfälle wegen mechanischer Schäden, Kraftstoffmängel und schlichter Misswirtschaft seitens der Stromerzeuger und -verteiler so gravierend, dass sogar diese vitalen Wirtschaftssbereiche ohne Aushilfs-Erzeugungssysteme nicht überleben können. Die Dominikanische Republik ist glücklicherweise ein tropisches Land, so gibt es kein Bedürfnis nach Heizung und keiner steht in Gefahr des Sterbens vor Kälte. Kühlung ist dagegen oft sehr achgefragt.
Die Mehrheit der Menschen außerhalb der oben erwähnten Sektoren erhält bloße zwei bis vier Stunden Elektrizitätsversorgung pro Tag, und die meisten von ihnen haben kaum mehr als eine einzelne bloße Glühbirne in ihren Hütten. Viel der für die armen Haushalte verbleibenden Energieversorgung wird gestohlen, indem Kabel direkt zur Verteilerstelle ungesetzlich eingeklinkt werden. Außer der abfließenden Energie bedeutet dies zusätzliche Gefahren durch schlampige Installationen sowie Missachten der Sicherheitsnormen, und führt so zu Verletzungs- und Todesfällen durch Stromschlag.
Unsere Lösung:
Es ist leinfacher, Dinge beim ersten Mal richtig zu tun, als vorhandene Misstände zu verbessern. Wir haben eine alternative Energieplanung als Teil und Paket unserer langfristigen Absichten; so etwa könnten einfache preisgünstige Windkraft-Generatoren und die Verwendung von 9-Volt Diodenlampen oder 12-Volt Autobatterielichtern viel der erforderlichen Erleichterung für die energiebedürftigen Menschen zur Verfügung stellen. Die Umstellung auf solche Niedervoltsysteme würde die Beanspruchung im Energienetz sofort reduzieren. Das Entfernen der vielen illegalen und gefährlichen Haushatsanschlüsse vom Elektrizitätsnetz würde auch eine stabilere Versorgung der Energie für den Rest des Landes sichern und die weit verbreiteten Spannungsabfälle und Stromausfälle reduzieren. Es würde in Folge ein Sinken des Brennstoffbedarfs für Aushilfsgeneratoren nach sich ziehen. Wir werden auch Maßnahmen für ein gemeinschaftsbasiertes "Kühlungsgebäude" treffen, anstatt individuelle Kühlschränke in jeder Hütte zu haben, um zusätzliche Energiekosten zu sparen.
2.5. Die Herausforderungen des Recyclings
Andere Versuche der Wiederverwertung in der Dominikanischen Republik sind wegen der Nichtbeachtung wichtiger Unterschiede zwischen Entwicklungs- und entwickelten Ländern gescheitert. Wir stellen wieder in einer Liste der häufigsten allgemeinen Probleme und unserer Lösungen dar:
2.5.1. Versuch, einen Sammlungsprozess einzuführen in der Annahme, dass das Abfallwirtschaft-System eines Entwicklungslandes auf die gleiche Weise wie das einer modernen Stadt in einem entwickelten Land funktioniert.
Das ist weit von der Wirklichkeit entfernt. Große Müllwagen können nur die Hauptstraßen bedienen, und die riesengroße Mehrheit von wiederverwertbaren Materialien wird in schmalen finsteren Seitengässchen und Nebenstraßen auf illegalen Müllkippen gefunden. Diese werden regelmäßig niedergebrannt, um Lagerplatz für die Müll zu vergrößern, dabei werden enorme Mengen toxischen Rauchs und weitere Schmutzstoffe in die Luft emittiert.
Unsere Lösung:
Wir haben vor, kleine hand- oder von Pferden gezogene Karren zu verwenden, um diese Stellen zu erreichen, so dass Bedarf nach zusätzlichem Brennstoff für Sammelfahrzeuge entfällt. Diese kleinen Karren würden ihre gesammelten Materialien zu einem von mehrerem Haupt-Sammelstellen bringen, die durch einen der wenigen großen Lastwagen leicht bedient werden können. Da wir helfen werden, die Unmenge verborgener Müllkippen zu reduzieren, wird es weniger Anlass zu den gefährlichen Müllbränden geben.
Die meisten Ausgaben in jedem Projektbudget in einem Entwicklungsland werden auf dem Weg zu den Hilfeempfängern durch "Verwaltungskosten" abgesaugt, d. h., Bestechungsgelder sowie äußerst hohe (und gewöhnlich unnötige), unwissenden Ausländern aufgelastete Gebühren und Kosten. Wenn wir die übliche Annäherung von oben her anwenden wollten, die andere haben, würde die anfängliche Investition, um die wir bitten, kaum zum Erreichen unserer Ziele genügen.
Unsere Lösung:
Weil wir bereits die Unterstützung der Gemeinschaft haben, werden wir im Stande sein zu bekommen, was wir zu den korrekten und üblichen Preisen brauchen, so wird es kein Bedürfnis nach Bestechungsgeldern oder anderen Finanzbevorzugungen geben. Eine legitime gesetzliche Beziehung zwischen unserer Gesellschaft und der dominikanischen Regierung steht an oberster Stelle. Alles, was wir brauchen, sind Genehmigungen und Land. Irgendwelche anderen Ausgaben sind projektbasiert und werden vollständig und genau abgerechnet.
Wie oben dargestellt, sind die meisten Müllkippen illegal und verborgen. Weil sie nicht bekannt und deshalb nicht überwacht oder irgendwie geregelt sind, bergen sie eine ernste Gefahr für Gesundheit und Umwelt. Die Ortsansässigen entsorgen im allgemein die flüssigen Abfälle - einschließlich Motoröls von Ölwechseln - und auch einige feste Abfälle im nächsten Bach oder Fluss.
Teilweise liegt es daran, dass bis vor ungefähr 40 Jahren biologisch nicht abbaubare Abfallprodukte so gut wie unerkannt waren, sie existierten, aber niemand hat darüber gesprochen oder davon gehört. Richtige Müllbeseitigungstechniken wurden auch mit dem Aufkommen der Plastikverpackungen nicht gelehrt. Daher ist das allgemeine Volk völlig unwissend, wie man Müll richtig behandelt, und das Problem der Verschmutzung ist den meisten noch völlig fremd. Umweltausbildung besteht zurzeit aus der Lehre, Dinge "sauber" zu halten, das bedeutet dann, dass Müll nicht sichtbar sein sollte. Leider deutet das nicht an, wie man mit Abfällen richtig umgeht. Keines dieser Probleme ist mit früheren Recyclingprogrammen angegangen worden.
Unsere Lösung:
Als eine praktische Sache werden unsere Angestellten und Schüler/Studenten anfangs beginnen, jeden weggeworfenen Artikel als eine Chance zu sehen, etwas Geld zu verdienen, und das Säubern der Umgebung wird eine langfristige Hauptjob-Gelegenheit für viele werden. Mit Fortschreiten des Projektes werden alle Angestellten und Teilnehmer über die Gründe für und die Notwendigkeit von höheren Umweltmanagementmethoden unterrichtet. Wir werden ihnen vermitteln, dass es nicht nur ein Wirtschaftsproblem, sondern auch ein zukünftiges Überlebensproblem für ihr Land ist. Wir werden ihnen deutlich machen, dass, weil sie in einer Inselnation leben, sie den Luxus der endlosen Versorgung des Landes nicht haben. Gebildete Angestellte werden entsprechend ihre Kinder erziehen, die stimmberechtigte Bürger werden, die verstehen, dass eine auf gesunder Umweltschutz-Politik beruhende Wirtschaft die einzig echte Lösung für ihr langfristiges Überleben ist.
Das Bedürfnis, sich einer ökologischen und nachhaltigen Wirtschaft hinzuwenden, ist eine Zukunfts-Muss für a l l e Nationen, und für eine Entwicklungsnation wird es unschätzbare wirtschaftliche Vorteile bringen, diese Konvertierung zu umgehen, wenn und soweit sie bereits umweltverträgliche Methoden anrwendet.
Eine Herangehensweise “von oben nach unten“ an Geschäfte und Projekte ist für Menschen in einer G-8 Wirtschaft vollkommen akzeptabel, weil sie genau so gelernt haben, dass gute, erfolgreiche Geschäfte gemacht werden. Alles was ein Unternehmen tut, wird bis zum letzten Cent berechnet und bilanziert, und wenn es eine weniger teure oder effektivere Art und Weise gibt, etwas zu tun, wird es unabhängig von den menschlichen Kosten der Angestellten getan. Alles,was zählt ist der am Ende des Tages mess- und zählbare Gewinn.
Infolge dieser Denkart wird es zunehmend üblich, Arbeitskosten an Auftragnehmer und Subunternehmer auszugliedern, weil es weniger teuer ist, einen Auftragnehmer zu bezahlen, als Löhne, Vorteile und Garantien für Angestellte zu tragen. Das Ausgliedern senkt offensichtlich die Kosten des Unternehmens, dieses verdient Wertsteigerung sowie Lob und Bonus für seine Manager - aber was ist mit den Kosten der jetzt ehemaligen Angestellten, deren Lebensstandard sinkt, weil der Auftraggeber nicht mehr dieselben Löhne für dieselbe Arbeit bezahlt?
Dieses Denkschema ist der Hauptgrund der vielen vorherigen Misserfolge im Versuch, ein Recyclingprogramm in der Dominikanischen Republik zu etablieren.
Die Stadt Santo Domingo zahlt jetzt über USD$ 18 pro Tonne für die Müllbeseitigung. Diesen Betrag erhalten jedoch nicht die wirklichen Sammler, die den Müll beseitigen. Das Geld geht zum Auftragnehmer, der dann wiederum die Arbeiter zum oder unter dem Mindestlohn bezahlt, es entstehen Millionengewinne für den multinationalen Auftragnehmer, aber die Angestellten bleiben im Regen stehen. Das ist genau dieser Missbrauch, den wir ändern werden.
Unsere Lösung:
Jede verantwortungsvolle Person, die Geschäfte in der sich entwickelnden Welt macht, muss verstehen, dass es "Leute zuerst, dann die Gewinne" heißen muss. Wir werden den Leuten, die für uns arbeiten, einen ausreichenden Lohn zahlen. Gute Bezahlung läuft auf Loyalität zum Unternehmen hinaus, und diese Loyalität verbunden mit dem Ruf, dass wir uns um unsere Leute sorgen, wird in Folge andere rekrutieren und erziehen. Das wird nicht nur den Prozentsatz arbeitsloser Leute senken, sondern unser Erfolg und die Hingabe zur Umgebung werden auch viele Nebenprodukt-Industrien und Unternehmen schaffen.
Viele Geschäftsleute kritisieren potenzielle Angestellte in Entwicklungsnationen, “faul“ oder "dumm" zu sein. Wenn Leute die Intelligenz der Arbeiter in solchen Nationen befurteilen, konzentriert sich die Kritik auf ihre scheinbare Unfähigkeit zu verstehen, wie man automatisierte Ausrüstung bedient, und die resultierende nahezu tägliche Beschädigung oder Zerstörung dieser Ausrüstung wegen unpassender Bedienung. Was sehr wenige dieser Kritiker begreifen, ist, dass solche "Unerfahrenheit" und Zerstörung sehr wahrscheinlich absichtlich sind.
Unternehmen in der entwickelten Welt sehen Automatisierung als rentablen Ersatz vieler Arbeiter durch eine einzelne Maschine. Automatisierung in Entwicklungsländern bedeutet jedoch einfach den Gebrauch der Maschinerie, um sich des physischen Elends einer gegebenen Aufgabe zu entledigen. Ein Flaschenzug oder Rollenwerkzeuge sind für das Heben von Zement in Eimern und Kübeln offensichtlich vorzuziehen, anstatt sie mit der Hand zu tragen – das ist was solche Leute als Automatisierung verstehen und sich einzusetzen erlauben.
In einer Kultur der Verzweiflung wird kein geistig gesunder arbeitsloser Dominikaner einsehen, dass ein automatisiertes USD$ 5,0 Mio.-System, bedient von einer fünfköpfigen Mannschaft, am wahrscheinlichsten noch dazu ausländische Fachleute, auf einer Müllkippe die Arbeit von 200 Menschen verrichtet / vernichtet. Wie in fast jedem Entwicklungsland werden die Arbeiter sicherstellen, dass solch eine Maschine nicht überlebt. Es ist so gut wie sicher, dass sie einen Weg finden werden um sicherzustellen, dass dieses “Ausrüstungstück“ untauglich gemacht oder gar zerstört wird. (Anm. d. Übers.: Die Rede ist nicht von absichtlichem Vandalismus, sondern von Akten purer Psychohygiene.)
Unsere Lösung:
Grundlegende, nicht-automatisierte Maschinerie ist einfach und flexibel einsetzbar und kann von den Angestellten bei ihren gegenwärtigen Ausbildungsstandards genutzt werden. Das wird uns erlauben, eine größere Zahl von Leuten zu beschäftigen und ihnen eine Chance zu geben, sich aus der Armut zu bringen. In der zweiten Phase des Projektes werden Ausstattung und Design der von uns benutzten Maschinen ein Exportartikel für ähnliche Projekte werden. Das wird noch ein anderes Nebenprodukt-Geschäft schaffen, das viele der Facharbeiter beschäftigt, die wir in unseren Schulen ausbilden.
Finanzierung und Planungen
Die Umsetzung von Projekt Nigua erfordert das Absichern einer Investition in Höhe von USD $2,000,000, bzw. dem Äquivalent in CAD oder Euro. Leider wurde bisher jede Finanzierung, die von Industriellen und anderen Geschäftsleuten entweder erbeten oder angeboten wurde, von jenen Leuten mit der Sichtweise "Gewinn für Kapitalanleger und nicht ein Zehncentstück für die Einheimischen" verknüpft. Wie oben beschrieben, steht diese Mentalität völlig der Vision von Projekt Nigua entgegen, und deshalb mussten solche Angebote unabhängig davon, wie substantiell sie gewesen sein mögen, zurückgewiesen werden.
Von den erbetenen 2 Mio. $ werden wir 750.000 $ für den unmittelbaren Anlauf der Projektmaßnahmen brauchen, während die restlichen 1.250.000 $ als Absicherung gegen Kostenexpansion dienen sowie für eine schnellere Verwirklichung unserer Projektziele. Wir würden es natürlich vorziehen, über die kompletten 2 Millionen $ von Beginn an aus dem einfachen Grund zu verfügen, dass es uns in die Lage versetzen würde, schnellstmöglich zur maximalen Kapazität zu gelangen. Der volle Betrag würde die erforderliche Zeit für das Erreichen unserer Projektziele um mindestens ein Jahr oder mehr verkürzen. Jedoch ist eine anfängliche Investition von 750.000 $ das absolute Minimum für den Projektbeginn, und wir werden nicht versuchen weiterzugehen, ohne über mindestens diesen Betrag zu verfügen.
Der anfängliche Investitionsbetrag ist erforderlich, um ein sofortiges PET & HDPE – Recyclingprogramm aufzubauen.
PET ist der Typ von Plastik der Getränke & Nahrungsmittelbehälter, HDPE wird für Öl-, Seife-, Reinigungsmittel. Ebenso fũr gefährliche Flüssigkeitsbehälter, Gartenmöbel und Transportbehälter wie z.B. Milchkisten verwendet.
Die 750.000 $ würden wie folgt ausgegeben:
In Canada:
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Maschinerie und Ausrüstung, Genehmigungen & Reisen: |
$ 250,000 |
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Anfängliche Löhne kanadischen Projektmitarbeiter: |
$ 100,000 |
In der Dominikanischen Republik:
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Land, Gebäudemiete, Material & anderes: |
$ 200,000 |
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Lokale Löhne, Erlaubnisse, Brennstoff, Wartung, usw.: |
$ 100,000 |
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Notkapital: |
$ 100,000 |
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Total: |
$ 750,000 |
Wie auch immer betrachtet, die 750.000 $ bleiben das absolute Minimum dessen, was für einen Anfang erforderlich ist.
Anfängliche Sammlungsanstrengungen würden von jungen Leuten in der Freizeit durchgeführt, denen zugeteilte Sektoren zum Arbeiten gegeben würden. Im Dezember 2003 demonstrierten wir unsere Sammlungskapazität mit zehn Nachbarschaftskindern im Alter von 12-15, die gerade Sammlung "spielten". Keine Lastwagen, Karren, oder irgend andere Ausrüstung war verfügbar, so wurde der Test manuell nur mit Sammlungsbeuteln durchgeführt. Diese zehn jungen Menschen sammelten vier Tonnen wiederverwertbaren Plastik in sechs Stunden.
Entsprechend diesem Test ist unser geplantes Scenario von 30 Tonnen pro Tag mit einer Vollzeitsammlungsmannschaft keine unmögliche Absicht. Mehrere zusätzliche Tonnen konnten pro Tag durch Restaurants, Hotels, Touristenresorts und andere Geschäfte, die an einem freies Wiederverwertungsprogramm teilnehmen, erzielbar sein. Wir haben dies bereits mit mehreren Personen und Geschäften im Gebiet besprochen, und sie sind bereit anzufangen, wann auch immer wir beginnen.
Der Aufbau dieses Prozesses würde nicht länger als vier Monate dauern und schon im sechsten Monat Gewinn erzielen. Diese Gewinne würden die anfänglichen Investitionskosten schnell ausgleichen und uns erlauben, dieses Kapital für die Zukunftsziele unseres Projektes einzusetzen. Die obengenannten Beträge können zur Finanzierung der Projektvergrößerung dienen; jedoch die restlichen 1.250.000 $ in der Reserve zu haben würde stetiges, ununterbrochenes Wachstum sichern.
Die mit der Plastikwiederverwertung erzielbaren Gewinne können ziemlich bedeutend sein. Gereinigt und geschreddert erzielt PET & HDPE durchschnittlich zwischen 40 und 60 Cents pro Pfund auf dem Weltmarkt oder 1.100 $ pro Tonne (Marktpreise bei http://www.recycle.net). Wir berechnen, dass wir anfänglich ein durchschnittliches Minimum von fünf Tonnen des geschrederten Produktes pro Tag erzeugen können, also mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Bruttoerlös von 5.500 $ erreichbar ist. Diese Produktionsrate umgerechnet auf den 22-tägigen Arbeitsmonat bedeutet einen Bruttoerlös von 121,000 $/Monat. Bedenken Sie, dass diese Planung ein minimales Produktionsdrehbuch ist. Die Versorgung mit Stück-Plastikprodukten ist wird völlig sicher, fast endlos.
Nach der Reinigung und Verarbeitung wird das geschredderte PET/HDPE-Material zu Weltmarkt-Preisen auf den internationalen Plastikmärkten ebenso wie an die fünf lokalen Plastikhersteller in der Dominikanischen Republik verkauft. Der Reingewinn nach allen Ausgaben kann mit 30 % oder 40,000 $/Monat sicher berechnet werden. Ohne Ausweitung der Produktion wären wir bei den genannten Einnahmen leicht im Stande, die 750.000 $ in weniger als 24 Monaten zurückzuzahlen.
Jedoch ist das Produktionsziel der Recyclingeinrichtung, mindestens 10 Tonnen pro Tag allein innerhalb des Nationalen Bezirks Santo Domingos zu erzielen - eines Gebiets mit etwa 4 Millionen Einwohnern -, beruhend auf der Annahme einer Gesamtverwertung von 5 % des umlaufenden Plastiks. Beruhend wieder auf obigen Berechnungen würden zehn Tonnen einen Reingewinn von 80,000 $/Monat erzielen. Dieses Produktionsniveau ist innerhalb des ersten Jahres erreichbar, und der erzielte Gewinn kann für die Erstattung der anfänglichen Investition von 2 Millionen $ verwendet werden, so dass wir diese Schulden innerhalb von höchstens 10 Jahren zurückzahlen können.
Nach der anfänglichen Periode der Plastik-Only-Wiederverwertung werden sich unsere Aktivitäten erweitern auf andere recyclingfähige Materialien wie Kupfer, Leitung, Glas und andere relativ leicht wiederzuverwertende Dinge. Wir könnten auch beginnen, Öl und andere flüssige Schadstoffe in die Entsorgung einzubeziehen. Diese Erweiterungen werden die Gewinne proportional mit jedem zur Wiederverwertung hinzugefügten Material vergrößern. Während wir das erste Jahr der Operation mit Gewinn von 60.000 $ pro Monat schließen, könnte das zweite Jahr sehr wahrscheinlich mit 120.000 $ pro Monat abschließen. Das Projekt ist so gestaltet, dass es nie unter eine Reingewinn-Marke von 30 % fallen wird.
Die obengenannten Planungen betreffen die ersten 6 Monate des Anlaufs und Aufbaus. Wir werden keine Vergrößerung oder Einschließung anderer Ziele des Projektes während dieser Periode versuchen. Das Wiederverwertungs- und Lehre-Projekt wird unser Grundpfeiler sein und absoluten Vorrang vor jedweden anderen Zielen haben.
Wir beabsichtigen, jegliche Investitionsmittel unter internationalen Standardbuchhaltungsmethoden und den folgenden zusätzlichen Voraussetzungen zu führen:
Völlige finanzielle Transparenz. Gelder werden von einem Kapitalkonto nur nach dem Prinzip der Erfordernis entnommen.
Sämtliche Ausgaben und Zahlungen werden auf durchschnittlichen internationalen Geschäftsbank-Kreditraten berechnet.
Alle Kostenplanungen beruhen auf einem "schlechtestenfalls-scenario" von minimalen Erlösen und Gewinnen. (Erreichbarkeit von 5 % aller wiederverwertbaren Materialien)
Gewinne aus dem Recycling werden zur unmittelbaren Wiederanlage in den kontinuierlichen Ausbau des Projektes geleitet, um den Verbrauch der gesicherten und versicherten Investitionsmittel zu beschränken.
3.3. Gegenwärtige und zukünftige Zielsetzungen
Der Zweck des Wiederverwertungsprogramms ist, Gewinne für die Vergrößerung in andere Gebiete des Landes sowie für Investitionen in folgenden Bereichen zur Verfügung zu stellen:
Wirklich freie Ausbildung von unterprivilegierten Kindern mit einem Fokus auf marktfähige Fachkenntnisse für die über-Zwölfjährigen. (Europäische Technische Lehrgrundsätze)
R&D auf umweltgerechte, sichere und saubere Energielösungen
Ermutigung zur Teilnahme der Gemeinschaft an einem hohen ökologischen Standard in Energiversorgung, Wassernutzung, Abfallwirtschaft und Unterkunft, auch über dieses Dorf hinaus (und jene anderen fördernd, iwohin wir uns ausbreiten können)
Ausbildung der Menschen in den Mitteln und der Notwendigkeit, vernünftige ökologische Grundsätze anzuwenden.
Zukünftige Absichten:
Einführung alternativer Energien in verschiedenen Formen wie Windkraft, Gezeitenkraft, Sonnenenergie und Bio-Treibstoff-Produktion. Unsere Absicht ist, die Dörfer vom eigentlich nichtfunktionierenden Stromnetz der Nation unabhängig zu machen.
fortgesetztes R&D, um vorhandene alternative Energieanwendungen in zuverlässige Arbeitsprodukte zu verwandeln, spezifisch an die Märkte und Bedingungen in Entwicklungsnationen angepasst
Die weitere Durchführung von Wiederverwertungs-, Wiederherstellungs und Landregenerationsprojekte im Umfeld unseres jetzigen und ggf. zukünftiger Standorte
Knüpfung eines landesweiten Netzwerkes kleiner gemeinschaftsbasierter Lizenznehmer unserer grundlegenden Projektideen, unter Aufrechterhaltung eines strengen Fokus auf die Unterprivilegierten und Nichtausgebildeten
Ausbildung an vorbeugender Gesundheitsfürsorge, Resourcenmanagement, und Sicherheitsbewusstsein
Vergrößerung des gemeinschaftsbasierten Ausbildungssystems, von der vorschulischen- bis zur höheren Schulausbildung
Gemeinschaft und "Konsumverein"-Vertrieb, Landwirtschaft, und Heimindustrie-Systeme
Intensiv R&D auf sauberen Transport, der Nach- / Umrüstung von Fahrzeugen auf alternativen Energieantrieb und/oder Produktion völlig neuer Systeme für den Transport bei toxischer Nullemission
Durchführung von anhaltenden Mikrowirtschaften auf Dorfniveau
Zusammenarbeit mit lokalen, nationalen und internationalen Umweltgruppen, einschließlich des persönlichen und Ideen-Austausches mit Erfindern und Herstellern von umweltbewussten Produkten und Lösungen
Das Schaffen einer starken Basis informierter und ausgebildeter Menschen
4. Warum die Dominikanische Republik?
1. Verhältnismäßig Politische Stabilität und starkes Arbeitsethos
2. Nächste Nähe und ausgezeichnete Wirtschaftsbeziehungen mit Kanada. Das schließt eine zahlenmäßig hohe Anwesenheit kanadischer Touristen ein, die an umfassendes Recycling gewöhnt sind. Es gibt auch eine große Anzahl ausländischer Bürger/Einwohner, die einen saubereren Reiseort wünschen und bereit sind, ihre Anstrengungen dazu beizutragen.
3. Bereits vollbrachte Grundsteinlegung, persönliches Vertrauen und verschiedene Beziehungen auf sehr guten Niveaus
4. Vorbildfunktion. Wenn es schnell durchgeführt wird, kann das Projekt Nigua ein funktionierendes Beispiel einer ökologisch gesunden und nachhaltigen Wirtschaft geben. Ein Markt für kanadische Erfinder, Kapitalanleger und Gesellschaften, die sich auf umweltbewusste Lösungen konzentrieren.
5. Ein marktfähiges Projekt, das in jedem Land mit derselben oder ähnlicher Umweltposition wie die Dominikanische Republik leicht umgesetzt werden kann. Es ist eine Lösung mit niedrigen Kosten und Investitionen für die Umwelt- und Energieprobleme der sog. “3.Welt“. Mit von der notwendigen Anpassung an die spezifischen lokalen und kulturellen Erfordernisse kann das Projekt als eine schlüsselfertige Lösung durchgeführt / adaptiert werden.
6. Als eine schlüsselfertige Lösung kann das Projekt seine Produkte auf den Markt bringen und die Maschinerie, die zu deren Erzeugung erforderlich ist. Das wird in Folge Einnahmen nicht nur für das Projekt sondern auch für die kanadischen Lieferanten und Hersteller von alternativen Energielösungen bieten. Projekt Nigua wird wie eine Ausstellungsvitrine für die Lösungen teilnehmender Unternehmen sein.
Warum eine kanadische Beteiligung?
Erstens sind einer der Gründer und drei der Projektleiter Bürger Kanadas.
Zweitens, es gibt gegenläufig zum Vertrag zwischen DR und CAFTA eine starke unterschwellige Strömung innerhalb der dominikanischen Produktionsgemeinschaft, weniger abhängig von den Vereinigten Staaten und ihrer speziellen Interessen zu werden.
Drittens gibt es bereits mehrere Kanadiern gehörige Geschäfte und Produktionsstätten in der Dominikanischen Republik, so existiert innerhalb der meisten Industrie- und Geschäftssektoren ein allgemeines Vertrauen und eine Neigung dazu, sich mit kanadischen Gesellschaften und Bürgern zu befassen.
Wegen der umfassenden Kontakte des oben erwähnten Gründers in Kanada wird ein großer Prozentsatz des anfänglichen Kapitals dort ausgegeben. Am Anfang wird die Summe für Ausrüstungskäufe in nahegelegenen kanadischen Geschäften etwa 150.000 – 200.000 $ betragen. Das schließt alle notwendigen Sachen ein, um eine völlständig ausgestattete Maschinenhalle einschließlich zweier 150-200-Kilowatt-Dieselgeneratoren aufzustellen (Preise beruhen auf Notierungen in Montreal ansässiger Maschinenhändler).
Außerdem existieren wegen der schlechten Bildungs- und Lehrstandards wirklich durchsetzbare und wirksame Sicherheitscodes und Regulierungen in der Dominikanischen Republik praktisch nicht, die bestehenden werden kaum angewandt. Deshalb wird Projekt Nigua auch die Dienstleistungen von qualifizierten Elektrikern, Klempnern und Bauexperten aufbieten müssen, um sicherzustellen, dass sich alle Gebäude und Ausrüstungsinstallationen den kanadischen und den ISO-Sicherheitsstandards anpassen werden.
Obwohl dies ein vielumfassendes, umfangreiches Projekt ist, dessen primäres Ziel Ausbildung lautet, zusätzlich zu den grundlegenden Bildungsbedürfnissen der Einheimischen, werden wir uns auf Forschung und Entwicklung zum Schaffen einer grünen und nachhaltigen Wirtschaft durch die Wiederverwertung und den Gebrauch von alternativen Formen der Energie konzentrieren. Weil viele kanadische Provinzen und Stadtbezirke bereits eine Vielzahl grüner Technologien alltäglich verwenden, werden wir auf die Industrie und Experten in Kanada für Kenntnisse sowie Ausrüstung zurückgreifen.
Der Hauptfokus des Projektes wird die richtige Ausbildung der Jugend von 12-18 Jahren sein, mit einer Betonung auf Fachkenntnissen des Arbeitslebens wie Maschinenmechanik, Werkzeugherstellung und -einsatz, Elektromechanik, Sondieren, Schweißen, und andere notwendige industrielle Fertigkeiten. Es ist unsere Absicht, Experten hervorzubringen, die an modernen Standards der “ersten“ Welt ausgerichtet sind. Um das zu vollbringen, werden wir die Fachkenntnisse und Fähigkeiten von Lehrern und Fachpraktikern aus Kanada benötigen.
Da die meisten unserer Bildungsanstrengungen sich auf fortgeschritteneren Niveaus im R&D konzentrieren werden, werden wir im Stande sein, vielen zur Zeit "unsichtbaren" kanadischen Erfindern ein Versuchsgelände zu geben, um ihre Forschung auszudehnen und zu verfeinern, und vielleicht marktfähige Designs für ihre Projekte zu präsentieren. Die Umgebung und Absichten des Projektes werden auch für den Studentenaustausch oder Praktikums-Programme ideal sein. Außerdem wird das Projekt ein "Sprungbrett" für kanadische Geschäfte und Industrie zur Verfügung stellen, um sich in der DR zu etablieren, sowie einen direkten Markt für die Einfuhr kanadischer Regierungsüberschussausrüstung (Schulbusse, Lastwagen, usw.) eröffnen. Im Gegenzug könnten wiederverwertete Materialien direkt an kanadische Unternehmen zu Vorzugspreisen gesandt werden.
Einfach nur der Versuch, diese jungen Leute auszubilden, um für uns zu arbeiten, wäre ihnen auf lange Sicht wenig nützlich, noch würde es zu ihrem oder unserem Vorteil sein, nach den gegenwärtig gegebenen dominikanischen Kinderarbeit-Gesetzen zu funktionieren. Deshalb werden wir Projekt Nigua als eine in Kanada ansässige Gesellschaft einschreiben, die ihre primäre Tochtergesellschaft in der Dominikanischen Republik bedient. Wir werden die allgemeinen kanadischen Standards in Arbeitsrecht, Lohnschutz und Gesundheitsfürsorge für unsere Arbeiter, angepasst an die dominikanische Wirklichkeit, durchsetzen.